Was kostet die Beauftragung eines Maklers im Allgemeinen und was Besagt das Bestellerprinzip und das Gesetz zur Splittung der Maklerprovision?

DAS BESTELLERPRINZIP

 

Das sogenannte Bestellerprinzip, welches seit dem 1. Juni 2015 mit Inkrafttreten des Mietrecht-novellierungsgesetzes (MietNovG) gilt, erstreckt sich ausschließlich auf Mietwohnungen. Es besagt, dass derjenige, der den Makler beauftragt, ihn im Erfolgsfalle bezahlt. Die Höhe der Provision darf maximal zwei Monatskaltmieten (zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer) betragen.

 

Für Gewerbevermietungen sowie Kaufobjekte gilt dieses - dem Schutz des Endverbrauchers dienende - Gesetz nicht; hier kann die Provision frei verhandelt werden und orientiert sich an den marktüblichen Regelungen. Beim Verkauf einer Immobilie ist es weiterhin auch möglich, dass sich Verkäufer und Käufer die Maklerprovision teilen. In Nordrhein-Westfalen ist es üblich, dass jede Partei bei Kaufvertragsabschluss an den Vermittler jeweils drei Prozent des Kaufpreises (zuzüglich 19 Prozent Mehrwertsteuer) nach Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrages bezahlt. 

 


DAS GESETZ ÜBER DIEVERTEILUNG DER MAKLERKOSTEN BEI DER VERMITTLUNG VON KAUFVERTRÄGEN ÜBER WOHNUNGEN UND EINFAMILIENHÄUSER

 

Seit dem 23.12.2020 ist dieses Gesetz gültig und regelt, dass die Käufer die Maklerkosten nicht mehr allein zu tragen haben sondern dass diese hälftig vom Verkäufer mitzutragen sind. Ziel des Gesetzes ist es, private Käufer von Wohnimmobilien von den Kaufneben-kosten zu entlasten. Darüber hinaus ist es die Aufgabe eines Maklers, unparteiisch sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer tätig zu sein, was sich letztlich auch im Honorar niederschlagen soll.  Das gilt jedoch nur, wenn der Käufer als Verbraucher handelt. Sofern der Käufer im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit handelt, kann die Verteilung der Maklerprovision auch anders verhandelt werden. 

 

Als Verkäufer können Sie mit dem Makler die Provision somit immer frei verhandeln. .